SSG Wasserballer zittern sich zu Heimsieg

Das letzte Heimspiel der SSG Reutlingen/Tübingen gegen die SSG Weil am Rhein war ein Spiegel der gesamten Saison und bot beim 15:13 (4:2, 4:4, 5:2, 2:5) Licht und Schatten.

Nach einem furiosen Beginn mit Toren von Alexander Laible und Björn Kregel, dem ein Zuckerpass von Axel Kaschner über das gesamte Spielfeld vorangig, beteiligten sich nach dem 3:0 nun auch die Weiler aktiver am Spiel. Mit Pio Reuter, Markus Florian und Jürgen Wittner standen bei den Gästen drei Spieler im Wasser, die auch in der Top-Ten der Liga-Torschützenliste zu finden sind. Diese Trio sorgte nach weiteren zwei Laible Treffern und einem Tor von Predrag Mitrovic dafür, dass der Vorsprung des Heimteams bis auf ein Tor schrumpfte. Zu Beginn des dritten Spielabschnitts übernahm Jörn de Haan für Laible die Centerposition, mit der Aufgabe, den Gegner zahlenmäßig zu dezimieren. Mit drei Überzahltoren von Mitrovic hatte diese taktische Maßnahme auch Erfolg. Da auch Niels und Björn Kregel sich treffsicher zeigten, schien die Partie zum Ende des dritten Spielabschnitts beim 13:8 bereits gelaufen. Nicht jedoch aus Sicht der Gäste. Diese drehten mit dem besagten Trio noch einmal richtig auf. Binnen drei Minuten verkürzten sie auf 13:12 und hatten kurz darauf die Riesenchance, das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen. Olympiaschiedsrichter Ulrich Spiegel verhängte gegen Björn Kregel wegen einer Aktion über Wasser eine Disqualifikation, die zugleich eine vierminütige Unterzahl und zusätzlich einen Strafwurf zur Folge hatte. Die Weiler setzten den Strafwurf jedoch an den Pfosten und taten sich auf einmal schwer, von der permanenten Überzahl zu profitieren. Mit Laibles Gewaltwurf zum 14:12 hatte das Heimteam in dieser kritischen Phase die passende Antwort parat und brachte den Sieg, der am Ende durchaus auf der Kippe stand, über die Zeit. Mit 17:19 Punkten beendete die SSG Reutlingen/Tübingen die Saison punktgleich mit Heilbronn, aber mit schlechterer Tordifferenz, auf dem 7. Platz. (jdh)

SSG: Alexander Laible (6 Tore), Predrag Mitrovic (4), Björn und Niels Kregel (je 2), Roland Maurer (1), Erik Fitzner, Sergei Goldman, Jörn de Haan, Axel Kaschner, Tim Siegel, Herbert Weil und Tim Rache (TW)