Kleiner Kader rächt sich

Weil der dritten Mannschaft der SSG Reutlingen/Tübingen in den letzten elf Minuten der Partie eine Wechselmöglichkeit fehlte, unterlagen sie in Weingarten am Ende deutlich mit 8:15 (1:1, 2:3, 2:3, 3:8).

Beim letztjährigen Meister traten die SSGler lediglich mit der Mindestzahl von sieben Spielern an, während der SSV Weingarten eine vollbesetzte Bank aufbieten konnte. Bis zur 22. Spielminute waren sie gut in der Partie, konnten diese ausgeglichen gestalten und lagen zeitweise sogar mit 3:1 in Front. Beim Stande von 5:4 für den SSV Weingarten kassierte Centerverteidiger Boris Schlander seine zweite Hinausstellung, die ihn sichtlich verärgerte. Einer der beiden Schiedsrichter zeigte hier wenig Fingerspitzengefühl und ahndete diese Situation als absichtliche Spielverzögerung mit einem Strafwurf, was zugleich den dritten persönlichen Fehler und den Ausschluss für den Rest des Spiels für Schlander bedeutete. Mit zwei Toren vor und nach der Viertelpause zum letzten Spielabschnitt zogen die Oberschwaben vorentscheidend auf 9:5 weg. Die SSGler hielten trotz der permanenten Unterzahl weiter dagegen und erzielten die Hälfte ihrer Treffer des Abends in numerischer Unterlegenheit. Mit Uwe Ilg, Boris Schlander und dem langjährigen SSV-Spielertrainer Jörn de Haan trafen gleich drei SSG-Akteure zweifach, zudem steuerten Jean-Francois Abel und Sergei Goldman ein Tor bei.

SSG Reutlingen/Tübingen 3: Holger Rumpf (TW), Roland Maurer, Uwe Ilg (2 Tore), Jörn de Haan (2), Sergei Goldman (1), Jean-Francois Abel (1) und Boris Schlander (2)