Auftritt beim Vorjahresmeister wird zur klaren Angelegenheit

In einer sehr fairen und vom gegenseitigen Respekt geprägten Partie wurde der letztjährige Meister PSV Stuttgart II im heimischen Bad seiner Favoritenrolle gerecht und bezwang die SSG Reutlingen/Tübingen verdient mit 17:11 (2:1, 4:3, 5:4, 5:3).

Für einige Aufregung sorgte an diesem Abend lediglich der Protokolltisch, denn Verbindungsfehler im Onlineprotokoll brachten den Protokollanten aus dem Konzept und führten jeweils zu minutenlangen Spielunterbrechungen und Unstimmigkeiten beim aktuellen Spielstand. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, laut Protokoll ging diese mit 6:4 an den PSV, obwohl bei der SSG Niels Kregel dreifach traf, sich zudem Axel Kaschner einmal schön über außen durchsetzte und Spielertrainer Maurer spektakulär noch aus der eigenen Hälfte den PSV-Torwart überraschte, erhöhte der PSV im dritten Abschnitt das Tempo. Die SSGler hatte nun vermehrt Probleme, ihren Center präzise anzuspielen, so dass dies zu einfachen Ballverlusten führte. Angeführt vom ehemaligen SSGler Oliver Rodi, der derzeit auch die Torjägerliste dominiert, spielte der PSV nun seine Angriffe im Konterspiel konsequent zu Ende und suchte den Abschluss über den jeweils am Besten positionierten Spieler. Dementsprechend verteilten sich die SSG-Gegentor auf neun PSV Schützen. Aber auch auf Seiten der SSG trugen sich sechs Akteure erfolgreich ein, neben dem sechsfachen Schützen Niels Kregel trafen auch sein Bruder Björn, Maurer, Jörn de Haan, Axel Kaschner und Pattrick Hüper. Für Hüper war der finale Treffer 3 Sekunden vor Ende von besonderer Bedeutung, denn er traf nach langer Wettkampfpause zuletzt 1991 in einem Verbandligaspiel, damals noch als B-Jugendlicher. Angesichts des deutlichen Spielverlaufs verzichtete die SSG auf einen Protest für den nicht eingetragen Treffer in der ersten Halbzeit. Das nächste Spiel steht am Samstag an, dann geht es zum SSV Zuffenhausen II.

SSG Reutlingen/Tübingen: Nikita Tkatschenko (TW), Roland Maurer (1 Tor), Jörn de Haan (1), Björn Kregel (1), Niels Kregel (6), Axel Kaschner (1), Erik Fitzner, Sergei Goldman, Pattrick Hüper (1) und Florin Hüper